Fachwerkhaus

  • Sieht schick aus. :D


    Wenn ich noch etwas bemerken darf.... Fachwerkhäuser mit Ziegeln und gleichzeitig Balken gibt es eigentlich nicht. Die
    Ziegel dienen als Sockel oder als Tragstockwerk für ein unteres Stockwerk.
    Ziegel benötigen für die Stabilität keine Balken. Bei Fachwerk werden oder wurden die Zwischenräume zwischen den
    Balken, die uns ja so gut gefallen, mit Lehm, Flechtwerk oder sonstigem Material das damals oder auch heute vorhanden war, ausgestopft.
    Es sei denn es ist zur Optik, aber notwendig sind diese Holzverkleidungen in diesem Fall nicht.

  • Ich habe das nicht negativ gemeint, sondern als Infornation über Fachwerj im Mittelalter. Ich sagte ja auch eigentlich, da sich Holz und Steine nicht ganz so gut vertragen und Stein auch viel teurer war als Ziegel. Mittlerweile werden alte Häuser auch mit Steinen restauriert, im Mittelalter wurden auch mal Lumpen in die Streben gestopft, weil die Leute arm waren und alles in die Löcher steckten, was sie hatten. Ich schaue mir zum Bauen Bilder, Baupläne an, Google und unterhalte mich mit einem befreundeten Architekten.

  • Wie immer eine klasse Arbeit, Zwerk :)

    Ich habe das nicht negativ gemeint, sondern als Infornation über Fachwerj im Mittelalter. Ich sagte ja auch eigentlich, da sich Holz und Steine nicht ganz so gut vertragen und Stein auch viel teurer war als Ziegel. Mittlerweile werden alte Häuser auch mit Steinen restauriert, im Mittelalter wurden auch mal Lumpen in die Streben gestopft, weil die Leute arm waren und alles in die Löcher steckten, was sie hatten. Ich schaue mir zum Bauen Bilder, Baupläne an, Google und unterhalte mich mit einem befreundeten Architekten.

    Nirgends ist die Rede von einem mittelalterlichen Fachwerkhaus.
    Aber selbst im Mittelalter, als der Fachwerkbau aufkam, wurden sowohl Steine als auch Ziegel verwendet. Lehm war ein beliebter Baustoff, ob in seiner Ursprungsform oder in der weiterentwickelten Ziegelform. Lehm ist ein leichter Baustoff.
    In bergigen Regionen wurden Steine behauen und zur Ausfachung verwendet.
    Der Grund für die Wahl der Materialien ist dabei echt simpel: Lange Transportwege wollte man vermeiden und man hat eben das genommen, was in ausreichendem Maße vorhanden war. In den Bergen gab es kaum Lehm, deswegen wurden Steine verwendet. Im Flachland hingegen kam Lehm bedeutend häufiger vor und wurde sowohl zum Verputzen als auch zur Ausfachung verwendet. Die Ziegel selbst gab es in unterschiedlicher Zusammensetzung (Nur Lehm, Lehm vermengt mit Fasern) und sogar ungebrannte Ziegel wurden verarbeitet.

  • Ich habe das nicht negativ gemeint

    Hallöchen Deirdre !
    Ich habe deinem Kommentar nicht negativ verstanden, sondern als Hinweis. Da i9ch nicht weiß ob Du meine Vorgeschichte im waren Leben kennst werde ich sie dir kurz erzählen. Bin jetzt 76 Jahre alt und habe davon 43 Jahre nach meinem Studium (Dip. Architekt und Bauingenieur) in ganz Europa gearbeitet. Mein Arbeitsgebiet waren nur Fachwerkhäuser, Reparaturen sowie Nachbauten an Hand von alten Plänen. Dabei ist mir kein Haus untergekommen welches zwischen den Balken an der Außenseite ein anderes Material hatte, es waren immer nur Ziegel aus verschiedenen Materialien. Der Wandaufbau ist folgender, außen Mauerstein dann kam eine Zwischenschicht aus Heu, Stroh ez. vermischt mit etwas Lehm und innen mit einem Lehm-Strohgemisch verputzt. Ein Fachwerkhaus ist ein Haus (wegen Holzmangel weiter entwickeltes Blockhaus) welches über Jahrhunderte daraus entwickelt wurde, zu der Zeit als die Mauersteine erfunden waren. Dann hat auch der Adel diese Bauweise bei ihren Burgenbau angewendet. Diese Bauweise ist stabiler und hält länger als ein Haus nur aus Holz, denn es gab ja noch kein Holzschutzmittel. Soviel kurz zu Fachwerkhäuser, man könnte noch viel mehr dazu sagen, aber das soll erst einmal reichen.
    Gruß zwerk7

Participate now!

Don’t have an account yet? Create a new account now and be part of our community!